Miserable Angriffsleistung verhindert Sieg
TV Langenselbold – TGS Walldorf 20:18 (9:7)
Im letzten Heimspiel gegen die TGB Darmstadt zeigte man schon eine holprige Leistung, die dennoch dazu führte, dass man zwei weitere Punkte erhielt. Gegen den TV Langenselbold musste man deshalb eine deutliche Leistungssteigerung zeigen, um ebenfalls mit Zählern nach Hause zu fahren. Man hatte sich deshalb vorgenommen, ein hohes Tempo zu Nutze zu machen, und den Gegner dadurch schon früh in die Bredouille zu bringen.
Der Start in die Partie zeigte jedoch ein anderes Bild. Auf beiden Seiten ging es nur schleppend vorwärts. Die ersten Minuten waren nicht von einer guten Torausbeute geprägt, sondern von Verwarnungen und Fehlwürfen. Deshalb stand es auch nach fünfeinhalb Minuten immer noch 1:1. Dies prophezeite bereits, wie der weitere Spielverlauf aussehen würde. Denn die Wildcats fanden einfach nicht ihre Linie. Im Laufe der ersten Halbzeit erarbeitete man sich zwar die nötigen Chancen, doch diese nutzte man viel zu selten. Entweder fehlte die Konzentration beim Abschluss, weswegen man zu unpräzise auf das Tor warf, oder man scheiterte an der gegnerischen Torfrau, die an diesem Tag eine starke Leistung abrief. Nach knapp 14 Minuten hatte man nur zwei Tore erzielt, was die Offensive der Walldorferinnen gut zusammenfasste. Einziger Lichtblick war zu diesem Zeitpunkt, dass auch Langenselbold Probleme im Angriff hatte. Deshalb wurde man nicht abgehängt und mit dem 6:5 nach knapp 22 Minuten war noch alles offen. Die erste Halbzeit plätscherte weiter vor sich hin, bis die Uhr die erste Spielhälfte beendete (9:7).
Definitiv war das Gezeigte nicht das, was sich die TGS vorgenommen hatte. Mit solch einer schwachen Angriffsleistung würde man an diesem Tag keine Zähler mit nach Hause nehmen, dies war allen bewusst. Das Trainerteam appellierte an die Geduld und Konzentration der Mannschaft, denn noch war nichts verloren.
Doch auch in der zweiten Halbzeit fand man keinen optimalen Einstieg. Die Wildcats blieben ihrem Stil treu und glänzten mit unkonzentrierten Abschlüssen. Dennoch ließ man sich nicht abschütteln, denn auch die Gastgeberinnen blieben unter ihrem Niveau. In der 41. Minute schöpfte man kurz Hoffnung, als man auf ein Tor verkürzte (13:12). Den positiven Aufschwung konnte man allerdings nicht nutzen und schnell lag man wieder hinten. Knapp acht Minuten vor Spielende waren es sogar vier Tore Differenz (18:14). Zwar gab man nicht auf, doch konnte man bis zum Ende des Spiels nur noch Ergebniskosmetik betreiben. Mit dem 20:18 musste man sich letztlich verdient geschlagen geben.
In diesem Spiel zeigten die Wildcats ihre bisher schlechteste Offensivleistung. Zwar gab es auch ausbaufähige Momente in der Abwehr, aber bei 20 Gegentreffern, war dies definitiv nicht der ausschlaggebende Aspekt für diese Niederlage. Verantwortlich für diese Verlustpunkte ist die schlechte Chancenverwertung. Mit über 30 Fehlwürfen erkennt man deutlich, dass die nötigen Chancen da waren, man sie aber letztlich nicht effektiv nutzte. Nun müssen die Wildcats den Kopf frei bekommen. Hierzu hat man glücklicherweise ein spielfreies Wochenende, um dann gegen die HSG Haibach/Glattbach anzutreten. Eine Aufgabe, die ebenso wenig einfach werden wird, wie man aus dem Hinspiel weiß.
Am 30.03.2025 ist die HSG Haibach/Glattbach bei der TGS Walldorf zu Gast. Um 17:00 Uhr wird man versuchen, sich für die Hinspielpleite zu revanchieren.
Für die TGS Walldorf spielten: Friederike Hicking (2), Nathalie Schäfer (4), Emma Treber (2), Isabelle Kaufhold, Selina Schönhaber (3/1), Julia Rausch (1), Michelle Ries (2), Laura Titcombe (2/1), Wiebke Brenner, Fabienne Fleischhacker (1), Janne Blöcher (1)
Im Tor: Jessica Schulte, Celina Schepky
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