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Weibliche D-Jugend – Bezirksoberliga
JSG Groß-Rohrheim/Gernsheim – JSG Mörfelden/Walldorf 22:26 (6:11)

Erster echter Härtetest – Mädels kämpfen gemeinsam um den Sieg

Von Sandra Bailly

Von Beginn an war klar, dass dieses Spiel ein anderes werden würde als die bisherigen Partien. Mit dem Team aus Groß-Rohrheim/ Gernsheim wartete ein sehr starker Gegner, der uns richtig fordern würde. Groß-Rohrheim/Gernsheim verteidigte von Beginn an hoch und aggressiv und setzte unsere Mädels damit deutlich stärker unter Druck als die Gegner in den bisherigen Spielen. Trotzdem erwischten wir den besseren Start und gingen mit 0:3 in Führung. Die ersten 8 Minuten war das Spiel dennoch ausgeglichen und die Mädels aus Groß-Rohrheim/ Gernsheim kamen immer wieder bis auf ein Tor an uns heran. Besonders das schnelle Spiel über die Außenspielerinnen und den Kreis bekamen wir anfangs nicht gut in den Griff. Im weiteren Spielverlauf gelang uns das aber immer besser und durch einige starke Paraden von Mieke sowie einer top Wurfquote unsererseits konnten uns bis zur Halbzeit mit 5 Toren und einem Zwischenstand von 6:11 absetzen.

In der Kabine hieß es erstmal tief durchatmen, Luft holen und Kräfte sammeln. Die Ansprache war klar: Diese Führung wollten wir nicht mehr aus der Hand geben und wir würden alles reinwerfen, um den Coup zu schaffen! Ebenso klar war, dass die Gastgeberinnen ebenfalls alles geben würden, um das Spiel zu drehen und nicht aufstecken würden. Im Angriff mussten wir mehr Ruhe bewahren und besser ins Zusammenspiel finden, kein hineinprellen mehr in die Abwehr, was immer wieder zu unnötigen Ballverlusten und Gegentoren geführt hat in der ersten Halbzeit und weniger „mit dem Kopf durch die Wand Aktionen“. Jetzt musste jede mit 110% für die andere kämpfen, aushelfen und gemeinsam dagegenhalten.

Und genau das wurde nach der Pause auch notwendig. Groß-Rohrheim/Gernsheim kam mit deutlich mehr Tempo und Aggressivität aus der Kabine. Aus unserer 11:6-Pausenführung wurde beim 12:14 plötzlich ein Spiel mit nur noch zwei Toren Abstand. Auch hier war es wieder das starke Spiel über die Außenseite, die wir nicht in den Griff bekamen. Doch unsere Mädels ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Im Angriff waren es in dieser Phase besonders Emmeline und Vivian, die Verantwortung übernahmen und die Nerven behielten, in der Abwehr war es Jingwen, die eine sehr starke Leistung zeigte und sowie Salma, die ihre Qualitäten zeigte, sehr aufmerksam in der Abwehr war und das schnelle Spiel des Gegners durch blitzschnelles zurücklaufen unterband. Zum Ende der Spielzeit stabilisierten sich die Mädels und konnten sich über 16:20 schließlich wieder auf 17:23 absetzen. Auch als die Gastgeberinnen in der Schlussphase noch einmal auf 3 Tore herankamen, blieben die jungen Wildcats konzentriert und souverän und brachten den 22:26 Auswärtssieg schließlich über die Zeit.

Ein starkes Handballspiel gegen einen Gegner auf Augenhöhe, geprägt von zwei starken Abwehrreihen und hohem Tempo. Konditionell an diesem Tag eine echte Herausforderung mit nur zwei Auswechselspielerinnen, die die Mädels mit Bravour gemeistert haben!

Am Ende war dieses Spiel gerade deshalb so wertvoll, weil unsere Mädels erstmals in dieser Saison über längere Phasen wirklich gefordert wurden. Es lief längst nicht alles optimal, aber sie mussten Lösungen finden, mit eigenen Fehlern umgehen, konditionell an ihre Grenzen gehen und vor allem zusammenhalten, als der Gegner immer näher herankam. Genau das haben sie gemacht: füreinander gekämpft, die Ruhe bewahrt und sich als Mannschaft diesen Sieg erarbeitet. Eine richtig starke Teamleistung!

Jetzt gehen die Mädels erst einmal in die Herbstferienpause bevor es planmäßig Ende Oktober weiter geht.

Es spielten: Mieke im Tor, Elly, Ella, Vivian (9), Mina (4), Emmeline (6), Jingwen (7/2), Salma und Anna.